Sportskanone | Echse im Fitness-Wahn
24.9.2009 • Kategorie: rc-heli-action testberichte • 3d-heli-action oder rc-heli-action bestellen
Der T-Rex 450 Pro, vorgestellt in RC-Heli-Action 6/2009, stand kaum in den Händler-Regalen, schon wurde angekündigt, dass es für den T-Rex SE V2 einen Nachfolger geben werde. Wir wollten wissen, worin sich dieser neue „T-Rex 450 Sport“ von seinen Brüdern unterscheidet, den wir topaktuell über RC-City als Super-Combo bezogen haben. Um das herauszufinden, haben wir das neue Turngerät schnellstens aufgebaut, einem Leistungstest unterzogen und somit auf seine sportlichen Fähigkeiten geprüft.
Das CFK-Chassis setzt sich aus Ober- und Unterteil zusammen und ergibt …

Edel gefertigt, optisch sehr ansprechend und vor allem absolut spielfrei – die neue Taumelscheibe des Sport

… in montiertem Zustand eine äußerst stabile und verwindungssteife Konstruktion. Die Verbindung von Ober- und Unterteil erfolgt vorne durch den Alu-Motorträger, hinten durch entsprechende Alu-Schienen

Hier der neue bürstenlose Außenläufer RCM BL 430 M mit 3.500 Umdrehungen pro Volt pro Minute. Im kleinen Bild der Größenvergleich zu dem mit Gehäuse versehenen BL-Außenläufermotor des T-Rex 450 Pro

Bewährte und robuste Ganzmetall-Bauweise beim Rotorkopf. Neu sind die Bell-Hiller-Mischarme beziehungsweise die entsprechenden Mischverhältnisse

So präsentiert sich der „nackte“ 450 Sport: Übersichtlicher Aufbau der Mechanik und aufgeräumte Unterbringung der entsprechenden Antriebs- und RC-Komponenten

Der über Zahnriemen angetriebene Heckrotor mit den einteiligen und mit Propeller-Momentgewichten versehenen Blatthaltern. Umlenkhebel und Steuerkulisse sind natürlich auch kugelgelagert

Das Heckservo sitzt wie üblich am Heckrohr und lenkt über einen Steuerdraht den Heckrotor an. Hinten im Chassis sind der Empfänger und das Gyro-System untergebracht

Schickes Outfit: Die bereits fertig lackierte Kabinenhaube im typischen T-Rex-Look
Das Öffnen des Kartons bei einem Align-Hubschrauber ist immer wieder aufs Neue eine Überraschung. Diesmal sind die einzelnen Baugruppen in separate Hochglanzkartons eingeteilt, was den Bau für den Einsteiger nochmals erleichtert und zudem eine sehr gute Transportsicherung ist.
Fitness-Bundle
Bei der Super Combo handelt es sich wie bei seinem Bruder 450 Pro auch wieder um den Baukasten inklusive dreier identischer Taumelscheiben-Servos. Der 35-Ampere-Brushless-Controller und das Align Gyro-System GP 750 sind ebenfalls alte Bekannte. Der Brushless-Motor ist eine Neuentwicklung von Align; hier wurde das alte Schema des Außenläufers im Gehäuse zur Seite gelegt und es kommt ein reiner Außenläufer zum Einsatz. Da man durch den Verzicht des Gehäuses Platz spart, ist der eigentliche Motor größer geworden und stellt etwas mehr Leistung zur Verfügung als seine Vorgänger. Diesmal kommt ein Nano-Servo am Heck zum Einsatz – beim 450 Pro war es ein Midi-Exemplar. Welche Vor- oder Nachteile all diese Merkmale mit sich bringen, soll sich später noch zeigen.
Vorweg sei noch gesagt, dass es sich beim T-Rex 450 Sport weder um eine Konkurrenz- noch um eine Billig-Version des 450 Pro handelt. Hier geht es vielmehr um einen würdigen Nachfolger des T-Rex 450 SE V2 und 450 S. Aus diesem Grund wird es an dieser Stelle keinen direkt Vergleich zum 450 Pro geben, sondern – wenn überhaupt – zum 450 SE V2.
Aufwärmtraining
Die dem Baukasten beiliegende, gedruckte Anleitung sieht als Erstes den Bau des Rotorkopfs vor. Hier hat sich einiges getan: Das Zentralstück und die Blatthalter wurden erneuert und fallen deutlich stabiler aus, um so den immer höher werdenden Belastungen stand zu halten. Die Mischhebel und Umlenkhebel wurden dahingehend geändert, dass größere zyklische Ausschläge möglich sind, was den Hubschrauber wendiger macht. Die Taumelscheibe, die beim 450 SE V2 schnell Spiel bekam, wurde auch überarbeitet und fällt nun deutlich robuster aus. Alle Teile sind aus blau eloxiertem Aluminium gefertigt und haben eine sehr hohe Qualität.
Auch am Chassis sind Änderungen feststellbar. Die beiden Chassishälften werden nicht mehr durch kleine Distanzhülsen verbunden, sondern im vorderen Teil durch die passend gefräste Motorplatte und im hinteren Bereich durch zwei Aluhalter. Die Montage der Servos wurde mit Hilfe von neuen Plättchen, die vor der Servomontage ins Chassis gesetzt werden und die Schrauben aufnehmen, enorm vereinfacht. Leider sind ein paar Teile, die vorher aus Alu waren, bei den Konstrukteuren dem Rotstift zum Opfer gefallen und wurden durch Kunststoffteile ersetzt; als Beispiel seien hier die Akku- und die Heckrohr-Aufnahme genannt.
Der über einen Riemen angetriebene Heckrotor ist komplett aus Alu gefertigt und hat wie beim 450 Pro integrierte PMGs (Propeller-Moment-Gewichte zur Reduzierung der erforderlichen Verstellkräfte fürs Heckservo). Durch die hohe Qualität des Materials ist alles sehr leichtgängig und spielfrei. Das Heckservo findet wieder an seiner gewohnten Stelle am Heckrohr Platz; hierbei handelt es sich um ein Align-Digitalservo DS 420. Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit dem Heckriemen gekommen ist, wurde dieser direkt gegen ein Neopren-Exemplar von RC-City ersetzt, das schon im SE V2 seine Standfestigkeit in über 250 Flügen bewiesen hat.
Fit für RC-Teile
Das Gyro-System findet auf der Plattform im hinteren Teil des Chassis Platz, wo er weit genug von den Hochstrom-Komponenten entfernt ist. Empfehlenswert ist es, die Einbaurichtung so zu wählen, dass der Programmier-Knopf des GP 750 zum Heckrotor zeigt, was ein späteres Einstellen deutlich erleichtert. Der Controller wird seitlich am Chassis befestigt, wo ihn genügend Kühlluft umströmt. Der Empfänger sitzt unter der Gyro-Plattform. Als Energiespender kommt ein neuer Hacker TopFuel-Akku mit einer Dauerbelastung von 30C und 2.100 Milliamperestunden Kapazität zum Einsatz, der genügend Leistungsreserven für den 3D-Flug zur Verfügung stellt und dank neuster Technologie mit 2C-Ladestrom (doppelter Strom der eigenen Kapazität) wieder befüllt werden kann, was Ladezeiten von zirka 30 Minuten ermöglicht.
Volles Fitnessprogramm
Nach der Programmierung des Senders – dieses Thema wird in gesondertem Kasten anschaulich gezeigt – geht es zum Erstflug. Der Flugphasenschalter wird umgelegt und der Außenläufer bringt unseren Sportler auf Drehzahl. Nach ein paar Trimmklicks liegt der Neue auch schon in der Luft und spricht sehr gut und direkt auf die Steuerbefehle an. Dank der neuen Mischhebel ist er eindeutig wendiger als sein Vorgänger und auch etwas präziser zu steuern, wozu die neue, spielfrei gestaltete Taumelscheibe sicher einen großen Anteil beiträgt.
Die gesteigerte Leistung des neuen Antriebs ist ebenfalls deutlich zu spüren. Bei Tic-Tocs und ähnlichen kräftezehrenden Figuren zieht das Modell besser durch. Die Flugzeit im Kunstflug mit 3D-Einlagen liegt in der zweiten Flugphase bei knapp fünf Minuten, was ein guter Wert ist. Im Rund- und Schwebeflug bei geringerer Drehzahl sind zehn Minuten und mehr zu erreichen. Der Antrieb bleibt deutlich kühler als sein Vorgänger-Motor 430 XL beziehungsweise 430 SP (T-Rex 450 Pro). Gyro-System und Heckservo arbeiten einwandfrei, lediglich bei sehr schnellen Speedcircles (schneller Kreis mit dem Heck voraus) oder schnellen Rückwärts-Rückenflug-Loopings kommt das Heck an seine Grenzen und lässt sich nicht mehr mit konstanter Drehgeschwindigkeit zurückstellen. Hier kann der T-Rex 450 Pro mit seinem Starrantrieb und dem größeren Heckservo punkten und unseren Sportler hinter sich lassen.
Fazit
Mit dem T-Rex 450 Sport hat Align einen würdigen Nachfolger für den T-Rex 450 SE V2 und den 450 S auf den Markt gebracht. Die RC-Komponeten aus der Super Combo funktionieren sehr gut und sind uneingeschränkt zu empfehlen. Sowohl Einsteiger als auch Helipiloten mit 3D-Ambitionen kommen hier voll auf ihre Kosten, 3D-Cracks sollten eventuell die Anschaffung des T-Rex 450 Pro in Erwägung ziehen. Die Verarbeitung des Sportlers ist sehr gut, alle Bauteile sind passgenau und spielfrei.
Sehr gut zugänglich und weit vorne sitzt der Antriebsakku – hier ein TopFuel von Hacker, der sich bei der Erprobung bisher bestens bewährt hat






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