Kombipaket – T-Rex 450 Pro V2 3GX Super Combo von robbe
24.11.2011 • Kategorie: 3d-heli-action testberichte • 3d-heli-action oder rc-heli-action bestellen
Der 450er-Rex ist Kult. Mit ihm etablierte sich die Klasse der Helis mit knapp über 720 Millimeter Rotordurchmesser. Nun läutet Align mit dem neuen T-Rex 450 Pro V2 eine neue Runde ein. Denn diesen gibt es nun – wie auch seine größeren Brüder – im Combopaket mit dem neuen Stabilisierungssystem 3GX.

Mit etwas mehr Mut und etwas mehr Fahrt kommt der Rex langsam in sein Element

Edle Materialien und präzise Fertigung zeichnen nicht nur den Hauptrotorkopf aus

Die Flugzeit des sehr kräftigen Align-Antriebs betrug je nach Flugweise zwischen 6 und 9 Minuten bei Verwendung eines 3s-LiPos mit 2.200 Milliamperestunden Kapazität

Alle Komponenten wurden möglichst dicht am Schwerpunkt des Helis platziert

In der Draufsicht wird deutlich, wie schmal der T-Rex 450 Pro V2 wirklich ist

Schick aussehen tut sie ja, die Haube, aber sie ist auch ultra eng

Schon während der ersten Heckschwebe-Versuche konnte das 3GX seine Stärken zeigen

Auch am Heckrotor kommt viel Aluminium zum Einsatz. Die Pitchbrücke verursachte dennoch einige Probleme

Das schnelle DS520-Heckservo sitzt nicht wie meist üblich am Heckrohr, sondern am Chassis

Dreh- und Angelpunkt der Super Combo ist das 3GX-Flybarless-System von Align
Der Trend, Mechanik möglichst umfangreich gegen Elektronik auszutauschen, zieht sich quer durch alle Sparten des Fahr- und Flugzeugbaus. Ganz gleich, ob im Maßstab 1:1 oder in verkleinerten Ausgaben der Originale. Die Vorteile liegen auf der Hand: Werden elektronische Bauteile korrekt eingesetzt, so können sie unerwünschte Effekte wie Reibung und Verschleiß praktisch vollständig eliminieren. Verbogene Paddelstangen, aufwändige Rotorkopf-Konstruktionen sowie diverse Mess- und Wartungsarbeiten sind damit Geschichte – wirklich vermissen wird sie kaum jemand.
Bevor man sich jedoch an der neuen Technik erfreuen kann, sind zuerst Baufreuden angesagt. Der T-Rex 450 Pro V2 wird zielgruppengerecht im mehr oder weniger vollständig zerlegten Zustand ausgeliefert. Bereits lackiert präsentiert sich die recht steife GFK-Haube mit einem leuchtenden Gelb als Grundfarbe. Die Einzelteile, die nach dem Auspacken auf der Werkbank liegen, lassen keinerlei Fragen bezüglich ihres Qualitätsanspruchs offen: Kunststoffparts stellen die klare Minderheit dar, mehrheitlich kommen edle Bauteile aus gefrästem Aluminium sowie leichtem, steifem CFK zum Einsatz.
Die Montage des Hauptrotorkopfs geht zügig von der Hand, wobei man durchaus sorgfältig vorzugehen hat. Fast alle Schrauben sind in Aluminium-Gewinde zu drehen und mit mittelfester Schraubensicherung zu versehen. Wichtig ist allerdings, dass keine überschüssige Schraubensicherung in die teilweise winzigen Kugellager fließt. Beim Zusammenbau des CFK-Chassis erhält man die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Einbauorte für das 3GX-System zu wählen: zwischen den Chassisplatten, also zentral im Rumpf, oder hinter der Hauptrotorwelle. Wir entschieden uns für letztere Position und platzierten das 3GX dort, wo gewöhnlich der Gyro seinen Dienst verrichtet.
Während des weiteren Zusammenbaus wurde schnell deutlich, dass die Konstruktion dieser T-Rex-Version nur eine Zielsetzung kennt: Performance. Folgerichtig werden praktisch alle elektronischen Teile wie die drei mitgelieferten DS410M-Taumelscheibenservos und der Brushless-Außenläufer mit 3.400 Umdrehungen pro Volt so nah wie möglich am Schwerpunkt des Rex platziert. Was im Flug für Vorteile sorgen soll, entpuppt sich bei der Montage gelegentlich als Schwäche, denn es geht im nur etwa 29 Millimeter breiten Chassis sehr eng zu. Gilt es etwa, die Servohörner der zwei frontseitig platzierten Rollservos auf ihren Verzahnungen zu versetzen, darf man ruhig etwas Zeit mitbringen. Wirklich wartungsfreundlich ist der 450er-Rex sicher nicht aufgebaut.
In Sachen Passgenauigkeit gibt es dagegen fast durchweg Positives zu berichten, denn das Zusammenspiel der edlen Komponenten liegt wirklich auf allerhöchstem Niveau. Einziger Knackpunkt waren zwei kleine Schrauben an der Pitchbrücke des Heckrotors. Zog man diese angemessen fest, klemmte die Brücke. Die Lösung: Schraubensicherung, „handwarmes“ Festziehen und ein kleines Stoßgebet zur Unterstützung – das musste reichen, denn nun sollte endlich das 3GX-System in den Fokus rücken.
Dieses bietet die Möglichkeit, per S-Bus-Verbindung mit einem entsprechend ausgestatteten Futaba-Empfänger zu korrespondieren. Da ein solcher nicht vorhanden war, wurde die konventionelle Anbindung an den verwendeten Sanwa-Empfänger vorgenommen. Die benötigten Kabel sind bereits ab Werk im Lieferumfang des 3GX enthalten. Ein bisschen „Reinfuchsen“, dann passte alles und es ging an die Grundeinstellung des Paddellossystems. Zugegeben, wirklich intuitiv sind die Abläufe nicht, aber mit Hilfe der beiliegenden CD waren Position und Arbeitsweise der Taumelscheibe schließlich so festgelegt, dass alles ordnungsgemäß arbeitete. Also endlich raus aus der Hütte und ab auf den Flugplatz.
Dort hieß es: Schwebeflug. Doch schon in dieser ruhigen Flugphase deutete der Rex eindrucksvoll an, wie präzise moderne Paddellossysteme arbeiten. Gier-, Roll- und Nickbewegungen rasteten sauber ein und ließen von Anfang an ein sicheres Fluggefühl aufkommen – nicht ganz unwichtig bei einem neuen Heli. Also los, den Respekt über Bord und endlich mal Dampf machen. Nun rückte ein anderer Protagonist ins Rampenlicht. Von der Papierform waren die Leistungsdaten des Brushlessmotors mit der Bezeichnung RCM-BL450MX zwar durchaus interessant – doch Papier ist bekanntlich geduldig und in der Vergangenheit konnte nicht jeder Helimotor halten, was er versprach. Doch dieses Mal blieben keinerlei Wünsche offen. Kräftig am Pitchhebel gedrückt und fast blitzartig gewann der Rex an Höhe. Nick nach vorne, kein Durchsacken, ordentlich Fahrt aufnehmen – es ging voran. Einziges Manko bildete eine leichte Tendenz zum Aufbäumen. Doch das konnte man ja ändern.
Also schnell gelandet und den Akku etwas nach vorne geschoben – eigentlich keine große Sache. Hier gab es allerdings ein kleineres Problem, denn die neue, recht enge Haube bot nicht viel Platz für den 3s-LiPo mit 2.200 Milliamperestunden Kapazität. Glücklicherweise waren ein paar Millimeter Luft nach vorne, aber die mussten reichen, denn mehr war nicht drin. Nun lag der Schwerpunkt optimal, was sich beim nächsten Flug zeigte. Der Rex lag noch satter in der Luft und proportional zum Mut des Piloten stiegen auch die Anforderungen der Manöver. Unabhängig von den geflogenen Figuren erwies sich das 3GX als absolut unbestechlich. Erschwerend kam noch hinzu, dass die äußeren Bedingungen alles andere als optimal waren. Der norddeutsche Herbstwind blies kräftig aus wechselnden Richtungen und das mit einer Intensität, die für Flüge mit einem 450er-Heli durchaus grenzwertig war. Wirklich schrecken konnte das unseren 3GX-gesteuerten Rex jedoch nicht.
Nach diversen Flügen mit fast durchweg positiven Erkenntnissen sollten die Testreihen eigentlich beendet werden. Entsprechend wurde die Landung eingeleitet – doch kurz bevor der T-Rex den Boden erreichte, geschah etwas Unerwartetes. Das Heck zuckte kurz nach rechts – nur ein Böe? Mitnichten, denn Augenblicke später begann es, unkontrolliert in beide Richtungen auszuschlagen. Deutlich schneller als geplant wurde gelandet, um den Übeltäter zu identifizieren. Gedanklich stand dieser nach den Erkenntnissen während des Zusammenbaus bereits fest, und richtig, verantwortlich für die unerwünschte Überraschung war die klemmende Pitchbrücke am Heckrotor. Glücklicherweise blockierte sie nicht vollständig, sondern erschwerte dem Heckservo „nur“ seine Arbeit, was zu verzögerten Reaktionen am Heckrotor geführt hatte. Gänzlich überzeugen konnte die Konstruktion dennoch nicht.
Der letzte Schritt war folgerichtig, die Brücke wieder perfekt gangbar zu machen. Entsprechend wurde sie zerlegt und bei der folgenden Montage nochmals penibler darauf geachtet, dass die flüssige Schraubensicherung wirklich nur dort hin gelangte, wo sie auch hin gehörte. Am Ende lief alles wieder glatt und ein letzter Testflug konnte mit Erfolg absolviert werden.
Der T-Rex 450 Pro V2 zeigt viele interessante Konstruktionsmerkmale, die es gut nachvollziehbar machen, warum er zu den beliebtesten RC-Helis gehört. Zugegeben, die Frage „wie soll man da rankommen?“ stellt sich bei der Montage und Wartung mehr als einmal und die GFK-Haube ist so steif und eng, dass es beim bloßen Aufsetzen schon mächtig im Gebälk knarzt. Die Vorteile der kompromisslosen Ausrichtung auf Performance zeigen sich aber spätestens in der Luft, denn hier haut der Rex wirklich alles raus, was ein moderner 450er können muss.
Der Star unserer getesteten Super Combo war aber eindeutig das neue 3GX-System. Egal ob zackig-knackig oder angelehnt an das Flugverhalten von Helis mit Paddelstange, die mitgelieferte Software bietet alle Möglichkeiten, sein Modell optimal auf die eigenen Vorlieben abzustimmen. Das Basis-Setup ist relativ schnell erstellt, die anschließenden Feinabstimmungen in der Praxis können durchaus einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind allerdings mehr als überzeugend und machen klar, warum sich Flybarless-Systeme aktuell derart nachdrücklich auf dem Vormarsch befinden.
Der T-Rex 450 Pro V2 mit dem 3GX-System richtet sich natürlich nicht ausschließlich an Heli-Piloten, die mit ihren Modellen in direkter Bodennähe rumzappeln und wilde Kunststücke aufführen. Auch Hobbyflieger, die im lockeren Rundflug mit einigen Loopings, Rollen und Rückenflügen unterwegs sind, werden sich an der maximalen Präzision des 3GX erfreuen können. Insgesamt macht die Super Combo von T-Rex 450 Pro V2 und 3GX einfach nur richtig viel Spaß. Und das ist es doch, worum es in unserem Hobby geht.«





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Toller Bericht. Ich habe mir selber im Oktober den Bausatz als Combo gekauft und kann nur bestätigen was hier geschrieben steht:
„Der Heckrotor muss sehr sorgfältig montiert werden! “
Der feine und dosierte Umgang mit dem Sicherungslack gerade an der Pitchbrücke entscheidet ob man ein funktionierendes Heck bekommt oder nicht bzw. ob sich die Bauteile im Betrieb lösen.
Meine Empfehlung ist nach ein einem Flug akribisch genau zu kontrollieren ob noch alles so sitzt wie montiert. Am besten nur 2-3 Minuten fliegen und kontrollieren.
Es gibt aber auch Dinge im Bausatz, die Ich persönlich einfach nur schlecht finde.
• Die Bauanleitung gibt in keiner Silbe wieder wie man das Heck in Normal Modus einstellt.
• Der originalen englischen Bauanleitung liegt nur ein Mini Übersetzung Heft in Deutsch bei.
• Die Software des 3GX gibt es nur in Englisch und Chinesisch.
• Die Oberfläche der Software und verwendete Schrift ist derart schlecht das ich froh bin mir das 3GX System nicht einzeln gekauft zu haben. Hier habe ich bei einem 200€ System Software Qualitativ mehr erwartetet.
Ansonsten macht der Helikopter einen guten Eindruck und für mich als Fortgeschrittener Einsteiger die Empfehlung da die Unterhaltskosten doch sehr gering sind.