3D-Figur – Geflogen am Simulator und in der Natur

24.11.2011 • Kategorie: 3d-heli-action testberichte3d-heli-action oder rc-heli-action bestellen
Der Phoenix V3 von Horizon Hobby zeichnet sich durch realistischste Flugeigenschaften der Modelle wie auch eine moderate Hardwareanforderung aus. Das prädestiniert den Simulator zum Einsatz auf Laptops wie auch älteren Rechnern – natürlich bei ansprechenden, fotorealistischen Grafiken. Auch enthält der PhoenixV3 einen Netzwerkmodus, durch den man mit Freunden übers Internet zusammen fliegen kann. Und wünscht man sich letztendlich doch mehr Leistung fürs Modell oder möchte mal austesten, wie sich ein Flugzeug mit zurückverlegtem Schwerpunkt verhält, so lassen sich alle Werte anpassen.


Der einfachste Einstieg in die Figur stellt das Drehen des Helis um 180 Grad um die Hochachse dar


Nach sorgfältigem Ausrichten in Neutrallage erfolgt die Drehung. Wir flogen wie üblich in Mode 1


Nun drückt man den Heli mit Nick nach oben


Pitch beginnt man ab einer viertel Umrundung zu reduzieren


Im Scheitelpunkt ist negatives Pitch nötig, sonst entsteht eine stehende 9


Pitch sollte in der senkrechten Abstiegsphase bereits wieder null erreicht haben


Zum Abfangen gibt man nun wieder Positivpitch und lässt Nick langsam wieder nach


Der Ausflug erfolgt wieder gerade. Stimmte der Anflug, war in der Regel eine Korrektur notwendig

Heim-Arbeit
Der Rückwärts-Looping geflogen am PhoenixV3 von Horizon Hobby

Einen Looping zu fliegen, ist im Grunde nicht schwer. Fahrt aufnehmen, Pitch im Scheitelpunkt auf Negativ und beim Ausflug wieder auf Positiv stellen – basta. Doch Loopings gehören immer ins Repertoire beim 3D-Flug, sei es auch nur als Aufbaufigur. Genau darum geht es auch heute: der Rückwärtslooping.

Die Figur hört sich zunächst relativ einfach an, doch hat sie es in sich. Denn für eine Vollendung der Übung ist der Rückwärtsflug Grundvoraussetzung. Das Schöne ist doch, dass gerade beim 3D-Heli-Flug alles machbar ist, so auch das Fliegen in die – zunächst noch – falsche Richtung. Das fiese dabei ist, dass man komplett umdenken muss. Roll, Nick und Heck wollen nun für die gewünschte Flugrichtung in genau die entgegengesetzte gesteuert werden. Doch hat man hier den Bogen raus, stellt der Looping keine Schwierigkeit mehr dar.

Der Rückwärts-Looping ist mit jedem pitchgesteuerten Heli fliegbar. So sind keine großartigen Anforderungen an die Leistung des Antriebs oder an die Stellzeit der Servos vonnöten – wobei dieses natürlich nicht schaden kann. Einzig „laufen“ muss der Heli. Das heißt, dass er Geschwindigkeit gut in Höhe umsetzen kann – und umgekehrt.

Feld-Arbeit
Der Rückwärts-Looping, geflogen mit dem Blade 450 3D von Horizon Hobby

Der PhoenixV3 ist zwar einer der realistischsten Flugsimulatoren, doch gerade in unserem Hobby wird schnell deutlich, dass ­Theorie und Wirklichkeit im Grunde zwei verschiedene Dinge sind. In der Theorie wäre bereits ab dem Zeitpunkt, ab dem der Heli nach oben gedrückt wird, das Pitch zu reduzieren. In der Praxis jedoch schiebt man den Heli damit noch etwas nach oben. Das heißt, dass im ersten Viertel auch etwas weniger Nick nötig ist. So nimmt der Heli mehr Fahrt in den Aufschwung mit.

In der Theorie kann man sich auch sicher sein: Stimmt im Simulator der Anflug, ist die gesamte Figur hindurch keine Korrektur der Flugbahn nötig. In der Realität ist dies nicht der Fall. Kleinste, äußere Einflüsse wie zum Beispiel Wind oder leichte Abweichungen beim Steuern, machen ein Ausgleichen der Flugbahn nötig. Und da wir beim Rückwärts-Looping nun mal naturgemäß rückwärts fliegen, ist es nötig, im Bedarfsfall intuitiv richtig herum zu steuern. «

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